472-5-91

<p>Molt spricht bezeichnenderweise von »kategorialen Abgeordneten«, die von den Landesverbänden unter
gebracht werden.Vgl. Kaufmann/Kohl/Molt, a.a.O.,s. 86 und s. 170-171</p>

472-5-90

<p>1957 kandidierten zwei Frauen verschiedener Bezirksverbände gegeneinander für einen Listenplatz. Bei im übrigen gleichen Voraussetzungen gab für die eine Frau der Umstand den Ausschlag, daß sie die Spitzenkandidatin ihres Bezirksverbandes war. Die andere Frau wurde als »Zählkandidatin« auf einem aussichtslosen Platz placiert.Vgl. Kaufmann/Kohl/Molt, a.a.O.,s. 168</p>

472-5-89

<p>Die folgenden Ausführungen zur Kandidatenaufstellung stützen sich auf die Untersucrmngsergebnisse von Kaufmann/Kohl/Molt, a.a.O.,s. 51-202</p>

472-5-88

<p>Die Frauenverbände und die Frauenvereinigung der CDU weisen in ihren Appellen an die Partei, mehr Kandidatinnen aufzustellen, immer wieder darauf hin, daß die CDU/CSU ihren Wahlsieg vornehmlich den Wählerinnen verdanke.Vgl. hierzu beispielsweise Spiegel der Frauenzeitschriften (1965), H. 4/5,s. 9-10</p>

472-5-86

<p>Diese Feststellung läßt sich noch in anderer Weise belegen. Unterstellt man, daß die Parteien bei der Besetzung der Listen von dem Wahlergebnis der letzten Wahl ausgehen, dann läßt sich an Hand der Wahlergebnisse und Kandidatenlisten ablesen, wie viele Kandidatinnen auf Grund des wechselnden Wahlerfolgs in den Bundestag gelangten bzw. nicht gelangten.Siehe Tabelle 55</p>

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