159-1-246

Nach den frühen dreißiger Jahren wurden vorgeschrittene Angehörige der höheren Erziehungsanstalten, technischen und Arbeitsschulen zusammengerufen, um auf administrative Anweisung hin für eine Periode von drei bis fünf Jahren hindurch zu arbeiten; später wurden gewisse Kategorien des Personals von Spezialisten jederzeit beliebig hin- und hergeschickt; schließlich war jede Beschäftigung ganz allgemein nicht mehr mit freier Bewegungsmöglichkeit zu jeder Zeit verbunden (siehe Alexander Baykov, The development of the Soviet Economic System [New York 1947], S. 213f., 350ff.; Markus, Trud, Sp.

159-1-245

In der Mitte der dreißiger Jahre stieg der prozentuale Anteil weiblicher Studenten an höheren Erziehungsanstalten von 37 auf 41 (CUNChU, Kol' turnoe stroitel' stvo SSSR [1940], 13). Nach dem Krieg blieb sie auf 40% der Zahl in den Bildungsanstalten für Industrie, Transport, Bauwesen und Landwirtschaft stehen (Popowa, Women in the Land of Socialism [Moskau 1949], S. 81). Die letzte Zahl zeigt vielleicht noch die extrem hohe Beschäftigung der Frauen während der Mobilisation.

159-1-243

1931 bildeten Mädchen 37-38% der Kursteilnehmer an industriellen FZU-Schulen (Serebrennikov, Zenskij trud, S. 137); nach offizieller Mitteilung stellten sie 50% der Schüler an Fabrikschulen in diesem Jahr (Serebrennikov, Position of Women, S. 69-70). Trotzdem legten sie nur 27-29% der Zulassungs- und Abschlußprüfungen der FZU-Schulen in der Zeit vom Herbst 1935 bis 1937 ab. (CUNCHU, Kul'turnoe stroitel'stvo SSSR 1935 [Moskau 1936], S. 136; CUNCHU, Kul'turnoe stroitel'stvo SSSR [Moskau 1940], S. 136).

159-1-239

Postanovlenie SNK SSSR ot 6 Ijulja 1935 (S. Z. SSSR 1935 g., Nr. 35, S. 309). Trotz der großen Nachfrage wurde die Einrichtung der 24-Stunden-Arbeitszeit, von der man früher annahm, daß sie viel dazu beitrüge, daß Frauen vorwärtskämen, und die in der Mitte der dreißiger Jahre zu den größten Erleichterungen in Säuglingsheimen der Industriezentren gehörten, als nicht länger angemessen abgeschafft, mit Ausnahme der Fälle, in denen Frauen, die in Nachtschicht arbeiteten, keine anderen Familienmitglieder zur Aufsicht für ihre Kinder hatten. (Serebrennikov, Zenskij trud, S.

159-1-238

In diesen Jahren stieg die Zahl der in der Volkswirtschaft beschäftigten Frauen von 7,1 Millionen auf über 11 Millionen an und der Prozentsatz der Industriearbeiterinnen von 33 auf 41. (Serebrennikov, Zenskij trud, S.228; Markus,Trud, Sp. 1125.

159-1-237

Das Dekret von 1936 forderte insgesamt 5,3 Millionen Plätze in Säuglingsheimen und Kindergärten, die das ganze Jahr über geöffnet waren (1,8 Millionen für Säuglingsheime, 3,5 Millionen für Kindergärten). 1937 existierten insgesamt 1,8 Millionen Plätze (Tretij pjatiletnij plan razvitija narodnogo chozjajstva [1938-42 gg.], Mirovoe chozjaistvo i mirovaja politika, Nr. 2 [Februar 1939], S. 27) und zu Beginn des Jahres 1939 waren es nur 1,78 Millionen (0,74 in Säuglingsheimen [K. Majstradi, Zdravoodiranenie, Bol'saja sovetskaja enciklopedija, Ergänzungsband SSSR [1947], Sp.

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