Vorwort

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«Niemals, nicht einmal in tausend Jahren!», antwortete der südrhodesische Premierminister Jan Smith auf die Frage, wann in seinem Land die weiße Minderheitsregierung von einer schwarzen Mehrheitsregierung abgelöst werde. Das war Anfang der siebziger Jahre, und er meinte, «seine» Afrikaner wären die «glücklichsten auf dem schwarzen Kontinent».

Die Frauen von Zimbabwe

Im bewaffneten Guerillakampf haben sich die Schwarzen in Zimbabwe ihr Land zurückerobert. An diesem Krieg waren die Frauen aktiv beteiligt und das nicht als einzelne, es waren Viele, vor allem junge Frauen. Frauen, deren Tradition ihnen einen anderen, den zweiten Platz im gesellschaftlichen Leben zugewiesen hatte. Ruth Weiss hat sich mit den Frauen unterhalten, Fragen gestellt und versucht, einen Einblick zu gewinnen in ein Leben, das bestimmt ist von Tradition und geprägt von dem Kampf gegen eine weiße Bourgeoisie, konfrontiert ist mit den Normen und der Kultur westlicher Gesellschaften.

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Ruth
Weiss
Tochter einer jüdischen Fürther Familie die mit Mutter und Schwester dem Vater 1936 nach Südafrika folgte, wo er 1933 emigrierte, lehnte Südafrikas Rassendiskriminierung ab. In den 50er Jahren berichtete sie erst mit ihrem Mann, Hans Weiss (unter seinen Namen), ab den 60er Jahren wechselte sie vollzeitig zum Journalismus als Wirtschaftsjournalistin, berichtete auch über Apartheid. Schon in den 50er Jahren hatte sie Afrika bereist. Nach der 1965 illegalen Unabhängigkeitserklärung der weißen Minderheit im benachbarten Südrhodesien, wurde sie Bürochefin in Salisbury der Johannesburger „Financial Mail“. Zwei Jahre später wurde sie wegen ihrer Berichterstattung ausgewiesen und durfte auch nicht mehr nach Südafrika zurück, wonach sie beim „Guardian“ in London angestellt wurde. Aus familiären Gründen kehrte sie nach Afrika zurück als Wirtschaftsredakteur der „Times of Zambia“ und Zambia Korrespondent der „Financial Times“, ehe sie einige Jahre in Köln bei der „Deutschen Welle“ tätig war. Sie hatte während dieser Jahre Entwicklungen im südlichen Afrika, vor allem in Südafrika und Südrhodesien, weiter journalistisch verfolgt, nach der Unabhängigkeit arbeitete sie in Zimbabwe bis sie ab den frühen 90er Jahre im Ruhestand erst auf der Isle of Wight, dann in Westfalen lebte. Zuvor hatte sie Sachbücher veröffentlicht, nun begann sie Romane zu schreiben. Sie hält regelmäßig Vorträge und Lesungen, auch in Schulen. Ein Buch „Meine Schwester Sara“ wurde 2006/7 Prüfungslektüre der Realschulen in Baden-Württemberg. 2010 wurde die Mädchenschule in Aschaffenburg nach ihr genannt, 2014 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. 2015 zog sie nach Dänemark zu ihrem Sohn.
Fürth
1924
Frau

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