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Die Welt als Wille und Vorstellung III § 35. — Die Wolken-Metapher nochmals in Aufzeichnungen von 1826 für den Stoff der Geschichte: die vorübergehenden Verflechtungen und Gestaltungen einer wie Wolken im Winde beweglichen Menschenwelt (Nachlaß III 277). Doch gibt es für die Geschichte auch die Metapher des bevorzugten Blickpunkts, die sie der Natur gleichstellt: ...durch die Geschichte erkennt man den Menschen -wie man die Natur erkennt durch eine Aussicht von einem sehr hohen Berge...

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Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung III § 38. - Die Verformung des Weltanblicks durch die >Sorge< geht gerade auf deren papierene Darstellbarkeiten: Im Kopfe des nach Zwecken erkennenden Menschen sieht die Welt so aus, wie eine schöne Gegend auf einem Schlachtplan aussieht. (Handschriftlicher Nachlaß [1828] III 420)

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Mallarmé, Autobiographie (a.a.O. 663): Prouver par les portions faites que ce livre existe, et que j'ai connu ce que je n'aurai pu accomplir. - Valéry hat die Idee des >Fragments< auf seinen Begriff der Selbsterkenntnis als auto-discussion übertragen: une tentative pour lire un texte et ce texte contient des foules de fragments clairs. L'ensemble est noir. (Cahiers 1902; ed. J.

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Mallarmé an Verlaine, 16. November 1885: »Autobiographie« (CEuvres compl. 661-665): J'irai plus hin, je dirai: le Livre, persuade qu'au jond il n'y en a qu'un, tente d son insu par quiconque a ecrit, meme les Genies.

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Mallarmé an Coppée, 20. April 1868 (K. Wais, a. a. O. 124). Dazu: Diese Sünde der Reinen Schau, die des Jünglings von Suis, ist das furchtbarste Erlebnis Mallarmés gewesen.

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