Lust auf Leere
Ob wir überhaupt von »Sexualtherapie« sprechen dürfen, ist eine Frage, die häufig Anstoß erregt. Volkmar Sigusch spricht dieser »Chiffre« jeglichen Sinn ab:
Ob wir überhaupt von »Sexualtherapie« sprechen dürfen, ist eine Frage, die häufig Anstoß erregt. Volkmar Sigusch spricht dieser »Chiffre« jeglichen Sinn ab:
Um zu dieser Frage aus feministischer Sicht Stellung zu nehmen, möchte ich folgende Thesen aufstellen und mich dazu im einzelnen ausführlicher äußern:
Die aktuelle Wirklichkeit von Frauen bestärkt eine Trennung in mehrere Lebensbereiche:
Der Körper hat derzeit Hochkonjunktur, nicht zuletzt in der Psychotherapie. Neben den klassischen Körpertherapien sind eine Summe verschiedener körpertherapeutischer Ansätze auch innerhalb bereits etablierter psychotherapeutischer Schulen entstanden. Eine ähnliche Entwicklung vollzieht sich in der feministischen Therapie. Immer stärker werden körperorientierte Ansätze in der therapeutischen Arbeit mit Frauen angewandt.[1] Das Anliegen dieses Artikels ist es zu skizzieren, welche Tendenzen und Funktionen die Hinwendung zum Körper in der feministischen Therapie aufzeigt.
Weil ich manchmal selbst gern wissen möchte, wer hinter dem steckt, was ich lese, und wie dieser Mensch zu dem gekommen ist, worüber er/sie schreibt, stelle ich mich kurz vor: Ich bin 1946 geboren, habe eine sechsjährige Ausbildung als Innenarchitektin absolviert und in diesem Beruf zehn Jahre lang gearbeitet, davon acht Jahre erfolgreich selbständig. Dennoch plagte mich Unzufriedenheit, was mich nach neuen Lebensinhalten und -zielen Ausschau halten ließ. Mit 33 Jahren habe ich mein Innenarchitekturbüro verkauft und darauf das Studium der Kulturpädagogik in Hildesheim begonnen.
Die Tanztherapie ist eine körperorientierte Form der Psychotherapie, die als Ziel die »emotionale und physische Integration des Individuums« unter »Verwendung von Bewegung als Prozeß«[1] hat, wobei die holistische Annahme der Körper-Seele-Geist-Einheit die philosophische Grundlage bildet.
Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern die
Meinungen, die wir von den Dingen haben.
(Epiktet nach Watzlawick, 1989)[1]
(Marianne Breiter)