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LUTZ HOLZINGER, a.a.O. (Anm. 34) Holzinger fällt das seltene Verdienst zu, auf gut hundert Seiten über die Reproduktion der Arbeitskraft im Privathaushalt zu schreiben, ohne ein einziges Mal zu erwähnen, daß diese Arbeit von Hausfrauen verrichtet wird. Sehr geschickt! Dasselbe gilt für DIETER KRAMER: Freizeit und Reproduktion der Arbeitskraft, Köln 1975; dort sind es etwa 300 Seiten über die Art und Weise, wie Arbeiter ihre Arbeitskraft reproduzieren, ohne die Hausfrauen zu erwähnen.

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»Bürgerinitiativen und Reproduktion der Arbeitskraft im Spätkapitalismus«, in CLAUS OFFE: Strukturprobleme des kapitalistischen Staates, Frankfurt/M. 1975 (3), S. 155

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In der DDR, in der ein beträchtlich größerer Teil der Frauen erwerbstätig ist, beträgt die Zahl der Krankenhausbetten 11 pro tausend Einwohner, während sie in den Niederlanden bei ca. 5 pro tausend Einwohner liegt. Wenn Hausfrauen tagsüber nicht zu Hause sind, müssen selbst für Masern und Grippe Vorkehrungen getroffen werden.

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Zur Hypothese der gestiegenen Qualifikation der Arbeitskraft schreiben Gisela Brandt, Johanna Kootz und Gisela Steppke, daß die technischen Fähigkeiten der Arbeiterklasse insgesamt zwar gestiegen sind, das jedoch nicht bedeutet, daß der einzelne Arbeiter eine bessere Ausbildung besitzt. Es bedeutet, daß eine Tendenz zu immer größerer Spezialisierung und Arbeitsteilung besteht, wodurch eine Polarisierung zwischen hochqualifizierten Arbeitern, den Spezialisten, und Arbeitern mit geringer Qualifikation, die einfache Handgriffe und Kontrollarbeiten ausführen, entsteht.

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