412-1-9

Nach der Ansicht des Kanonikus Francois Falchun, die er in seinerm bemerkenswerten Buch Histoire de la Langue bretonne d’aprds la geographie linguistique (P.U.F., Paris 1963) dargelegt hat. Danach sei der bretonische Dialekt der Umgebung von Vannes (das Vannetais) größtenteils »Erbe des Gallischen«. Diese zwar heftig umstrittene These ist von besonderem Interesse: sie gestattet nämlich, das Problem des Überdauerns der gallischen Sprache in bestimmten Landstrichen sowie das Problem der brit(ton)ischen Einwanderung in die künftige Bretagne unter einem ganz neuen Licht zu sehen. (Vgl.

412-1-8

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412-1-6

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412-1-2

Man könnte als Gegenargument anführen, daß Commios Belgier und nicht Gallier aus der Keltika war und daß im Laufe des ersten vorchristlichen Jh. eine starke Invasion von Belgiern die britische Insel heimsuchte. Aber wir kennen noch andere Beispiele, und darüber hinaus scheinen die Belgier keine von den Galliern der Keltika verschiedene Sprache gesprochen zu haben. Einen Beweis für die Universalität der gallischen Sprache finden wir auch beim Hl. Hieronymus v.

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Man beachte das Schwanken in der Wahl zwischen älterem s und jüngerem h in den Wörtern senta (= Weg) vs. mittelbreton. und walis. hent; senos (= alt) (lat.: senex) wird mittelbreton. und walis. zu hen; suexos (= sechs; lat.: sex; frz. six) wird zu breton. c'hwec'h (zu hueh im Vannetais, süd-Bretagne) und walis. zu chwech. Neben dem Verschwinden des Lautes -qu- fällt in den brit(ton)ischen Sprachen u.a. auch die Tendenz zur Abschwächung des s am Wortanfang auf. Andererseits lassen die noch vorhandenen Grundzüge der gall.

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