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Ich las diesen Bericht einer Frau vor, deren Reaktion war: „Das klingt aber komisch - warum hat sie nicht geschrien und sich gewehrt?" Sie implizierte mit dem Satz, daß dies möglicherweise ein schlechtes Beispiel für sexuelle Übergriffe von Lehrern sei. An dieser Reaktion zeigt sich, wie erfolgreich die Indoktrination bei Frauen ist, daß wir selbst schuld sind und eine Vergewaltigung nur eine Vergewaltigung ist, wenn wir unseren Widerstand anhand von blauen Flecken und blutigen Wunden nachweisen können.

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Ingrid Schmidt-Harzbach, „Kampf ums Frauenstudium. Studentinnen und Dozentinnen an deutschen Hochschulen", in: FRAUEN UND WISSENSCHAFT. BEITRÄGE ZUR BERLINER SOMMERUNIVERSITÄT JULI 1976. Berlin, Courage Verlag, 1977, 33-72

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Arthur Kirchhoff, DIE AKADEMISCHEN FRAUEN. GUTACHTEN HERVORRAGENDER UNIVERSITÄTSPROFESSOREN, FRAUENLEHRER UND SCHRIFTSTELLER ÜBER DIE BEFÄHIGUNG DER FRAU ZUM WISSENSCHAFTLICHEN STUDIUM UND BERUFE, Berlin, 1897. Hans Anger, PROBLEME DER DEUTSCHEN UNIVERSITÄT. BERICHT ÜBER EINE ERHEBUNG UNTER PROFESSOREN UND DOZENTINNEN, Tübingen, 1960

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LEHRERKALENDER, 1977, Lahn Gießen, Anabas Verlag. Auf der nächsten Seite des Kalenders wird kommentarlos eine französische Ansichtskarte von Schülerinnen, die vor einer mit Lineal bewaffneten Lehrerin ihr Hinterteil entblößen müssen, abgebildet. Auch an anderen Stellen des Kalenders dient die Frau wieder einmal als aufreizende Dekoration. Z.B. am 19. Dezember in Neglige mit Staubwedel zur Illustration eines Zitats von Alexander Kluge über die Situation der Hausfrau

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Um diesen Standpunkt zu verdeutlichen, zitiere ich eine Frau, die als Mädchen von ihrem Vater sexuell mißbraucht wurde. Sie hatte diese Beziehung zunächst nicht als Übergriff empfunden und setzte sich erst später intensiv mit der Frage auseinander: Wie sind sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Männern und jungen Mädchen zu beurteilen, wenn Mädchen sie als angenehm empfinden oder zu empfinden meinen? Ihre Antwort: „Die Entscheidung traf letzten Endes eine Person, die in diesem Verhältnis die Macht hatte.

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