476-3-2

<p>Die Planung der Entwicklung und organisatorischen Gestaltung der verschiedenen Fachrichtungen im Gesamtsystem der medizinischen Betreuung erfolgt auf der Grundlage ihrer Einstufung in drei Kategorien: 1. Medizinische Grundversorgung. Hier werden alle Behandlungsangebote für Erkrankungen mit hohen Morbiditätsziffern eingeordnet, die deshalb einen hohen Grad an Zugänglichkeit erfordern, die für alle Bürger ständig erreichbar sein müssen und in der Verantwortung der Kreise bzw. Stadtbezirke zu entwickeln sind.

476-3-1

<p>Die Rodewischer Thesen und andere im folgenden genannte wichtige Dokumente zur Psychiatrie-Entwicklung in der DDR sind enthalten und kommentiert in: Späte, H.F., A. Thom und K. Weise, 1982: Theorie, Geschichte und aktuelle Tendenzen der Psychiatrie. VEB G. Fischer-Verlag. Jena/DDR</p>

Humanisierung der Psychiatrie

Überlegungen zu ihrer Geschichte und ihren gegenwärtigen Bedingungen

In den letzten zwanzig Jahren ist der humane Sinn der psychiatrischen Praxis durch die Reformbewegung in der Psychiatrie der kapitalistischen Staaten häufiger und radikaler in Frage gestellt worden als in den vorhergehenden zwei Jahrhunderten, in denen die Psychiatrie als spezialisierte medizinische Disziplin und als soziale Institution zur Betreuung psychisch Kranker ihre Konturen gewann.

Autor(en)

476-2-15

<p>W.H.O., 1973: Report of the International Pilot Study of Schizophrenia. Vol. 1. Geneva; W.H.O., 1979: Schizophrenia: an International Follow-up Study. Wiley; G. Todini, 1982: Orientamenti nel campo degli studi epidemologici in psichia-tria. In: Problemi di valutazione dell'intervento psichiatrico (hrsg. von D. De Martis, F. Pavan, S. Vender). Quaderni di documentazione, Prevenzione Malattie Mentali PMM, Progetto Finalizzato Medicina Preventiva CNR, II Pensiere scientifico editore.</p>

476-2-14

<p>Vgl. u.a. W.S. Fenton, L.R. Mosher, S.M. Matthews, 1981: Diagnosis of Schizophrenia: A Critical Review of Current Diagnostic Systems. Schizeophrenia Bulletin. Vol. 7, n. 3</p>

476-2-13

<p>J. O'Connor, 1973: The Fiscal Crisis of the State. St. Martin's Press. An diesen Themen hat auch das Interesse in unserem Land zugenommen. Vgl. die Kongreßberichte der Tagung über die Krise des Weifare State, veranstaltet durch die Gesundheitsdienste von Triest im Jahre 1984, mit Beiträgen von O'Connor, Fox-Piven, Castel, Lenhardt, Balbo, Rotelli, De Leonardis, Mauri, Giannichedda, Ongaro Basaglia, Kickbusch, Diedrichsen. Ein klarer, wenn auch kurzer Text, verfaßt für einen Ausbildungskurs für Gesundheitsarbeiter; F.

476-2-12

<p>Sowohl Franco Basaglia als auch Antonio Slavich haben mehrmals die Formulierung »konkrete Utopie« gebraucht. Sie stammt von Ernst Bloch, der sie gelegentlich als »Noch-Nicht-Sein« der »Naturwerdung des Menschen und der Menschwerdung der Natur« definiert. Das Reich der Freiheit zeichnet sich nicht als Rückkehr, sondern als Exodus ab. Das ganze große Werk Das Prinzip Hoffnung (Frankfurt/M. 1959), das leider noch nicht ins Italienische übersetzt ist, bewegt sich um das »Noch-Nicht« als mögliche Welt, in einer dichten, unerbittlich kritischen, faszinierenden Analyse.

476-2-11

<p>»Legitimationskrise« ist eine Formel von Soziologen und Politologen, die auf eine Krise dessen verweist, was Weber noch als »Gültigkeit einer Macht, d.h. der Anspruch auf den Gehorsam der 'Funktionäre' gegenüber den Machthabern und der Untergebenen in bezug auf beide« (vgl. M. Weber, 1956: Die Typen der Herrschaft. In: Wirtschaft und Gesellschaft. Köln) bezeichnet. Das Zitat findet sich in J. Habermas, 1973: Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus. Frankfurt/M. Später gab es eine breite Auseinandersetzung in der Zeitschrift Kapitalistale, 1973, mit Beiträgen u.a.

476-2-10

<p>Diese Formulierung, die ich für besonders treffend halte, stammt von dem Titel eines Buches von F. Fortini Verifica deipoteri. Milano Feltrinelli 1970. Für unsere Arbeit bedeutet sie die praktische Verifizierung der konkreten Beziehungen zwischen den verschiedenen Ausdrucksformen von Macht und Herrschaft und Angst, Sorge, Verzweiflung als vermittelte menschliche Erfahrungen. Wichtigere Beiträge als viele Epigonen der Psychoanalyse haben für diese Arbeit Autorei wie O. Negt, E. Wulff, E. Bloch, F. Fanon, M. Foucault, R. Castel geleistet.</p>

476-2-9

<p>M. Foucault, 1977: Microfisica del potere. Einaudi. (»Gli intellettuali e il pote-| re«. Gespräch zwischen M. Foucault und G. Deleuze. In: »L'Arc« 49. 1972)</p>

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