471-7-8

<p>Die gesamte weibliche Lebenseinstellung unterscheidet sich von der männlichen dadurch, daß die Frau in ihrer Anpassung an den Dienst an anderen und durch ihr großes Maß an überschüssiger Energie überlegen und daher für einen solchen Dienst besser geeeignet ist. Durch ihre Weltanschauung, ihre religiöse Haltung, ihre Lebensführung, die auf natürlichen Impulsen gründet, durch ihre Weltanschauung gerechtfertigt und durch ihre religiöse Anschauung veredelt ist, wird und muß sich unsere soziale Wirtschaft von Grund auf ändern</p>

471-7-7

<p>Es ist ersichtlich, daß der sichere und andauernde Fortschritt in Zukunft mehr von dem ständigen Voranschreiten der Frau abhängt als von den ständigen Schwankungen des Mannes</p>

471-7-6

<p>Da schrien alle: »Bevor so etwas geschehen kann, du törichtes Kind, mußt du den Menschen ändern!«, legten die Hände in den Schoß und grinsten</p>

471-7-4

<p>Ich bin mir ganz sicher, daß ich während meiner Kindheit keinen Vater kannte. ... Das Wort Vater im Sinne von Liebe, Fürsorge, jemand, zu dem man mit seinem Kummer gehen kann, hat keine Bedeutung für mich, außer natürlich dann, wenn es um Ratschläge zu Büchern und den pfleglichen Umgang mit ihnen geht — hier zeigt sich aber mehr der Bibliothekar als der Vater</p>

471-7-3

<p>Eine der beeindruckendsten Frauen der Welt, die ein Leben führte, das sowohl engen persönlichen Bindungen als auch der gesellschaftlichen Forderung nach einem Dienst an der Menschheit gerecht wurde</p>

471-7-2

<p>Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte immer wiederkehrender Verletzungen und der Machtausübung des Mannes gegenüber der Frau, mit dem Ziel, in absoluter Tyrannei über sie zu verfügen</p>

471-7-1

<p>Dies ist das Jahrhundert der Frau, in dem sich der Mutter der Erde zum ersten Mal die Chance bietet, den ihr gebührenden Platz einzunehmen, mit ihrer überragenden Kraft die Menschheit zu erneuern, die leidende Welt neu aufzubauen — und die Welt wartet auf sie, während sie damit beschäftigt ist, sich die Nase zu pudern</p>

USA

Die Anfänge der Frauenbewegung -

Charlotte Perkins Gilman

This is the woman's century, the first chance
for the mother of the world to rise to her full
place, her transcendent power to remake humanity,
to rebuild the suffering world — and the world
waits while she powders her nose.[1]
(Charlotte Perkins Gilman 1972, 331)

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