471-5-6

<p>Nach der Volkszählung von 1985 waren von den Frauen zwischen 30 und 34 Jahren 10,4% unverheiratet. Während der traditionelle Weg für Frauen (und auch für Männer) die Heirat war und ist, gibt es heute in Japan immer mehr Frauen, die andere Lebensformen wählen</p>

471-5-3

<p>In Deutschland ist der Begriff »Eugenik« durch die Vergangenheit belastet; in Japan dagegen lautet die Bezeichnung für das Gesetz, das Abtreibung, Familienplanung etc. regelt: Eugenik-Gesetz (»yüsei-hö«)</p>

471-5-2

<p>Noch über das Grundgesetz der Bundesrepublik hinausgehend oder zumindest genauer bestimmt Artikel 24 der japanischen Verfassung: a) »Die Ehe darf nur auf die gegenseitige Zustimmung der beiden Geschlechter gegründet werden und durch wechselseitige Zusammenarbeit mit gleichen Rechten für den Ehemann und die Ehefrau als Grundlage bestehen.« b) »Im Hinblick auf die Wahl des Ehepartners, Eigentumsrechte, Erbschaft, Wohnsitz, Scheidung und andere mit der Ehe und Familie zusammenhängenden Angelegenheiten sind Gesetze vom Standpunkt der Würde des Individuums und der wesentlichen Gleichheit d

471-5-1

<p>Bereits vor Ogino Ginko versuchte Kimura Hideko (bis 1887), Ärztin zu werden. Sie lernte an der Medizinischen Schule Tokio Medizin und beantragte 1885 die Zulassung zur Universität Tokio. Nach einer direkten Besprechung mit dem Kultusminister erreichte sie noch in demselben Jahr den Zutritt zur Universität. Sie setzte sich für die Frauenemanzipation ein, auch indem sie 1887 eine Frauenberufsschule gründete. Leider starb sie zu früh, um die erste Ärztin in Japan werden zu können</p>

Japan

Frauen in Japan

Zwischen patriarchalischer Tradition und
moderner Emanzipationsbewegung*

  • (* Für wichtige Informationen und Unterstützung danke ich dem »Institute for Women's Studies of Ochanomizu University« und Frau Prof. Yoshiko Kanai.)
Autor(en)

471-4-22

<p>39% der Erwerbstätigen sind Frauen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Berufsgruppen: Wissenschaften: 42%, technischer Bereich: 61%, Management: 15%, Bürobereich: 63%, Handel: 42%, Dienstleistungen: 5 8%, Industrie, Transport und Bauwesen (gelernt): 13% und (ungelernt): 23%.<br />Frauen verdienen im Durchschnitt 30% weniger als Männer. 7% bis 8% der Männer und 10% bis 11% der Frauen sind erwerbslos.<br />(Quelle: Journal of the Union of Academics in Social sciences and humanities, Januar 1989)<br />50% der Studenten sind weiblich.

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