Jeanne, Herzogin von Boulogne und von Auvergne; sie heiratete 1389 den Herzog von Berry, einen der wichtigsten Gönner Christines, der auch eine Handschrift der Stadt der Frauen besaß; sie starb 1423 oder 1424
französische Königin (1371-1435), die Gemahlin von Karl VI.; M. Ch. Curnow bezeichnet Christines Lob der Herrscherin, die zu ihren Gönnerinnen gehörte, als »not very affirmative« (M. Ch. Curnow, 1975,1113) und führt dies auf den mehr als zweifelhaften Ruf der Isabella und ihren bedenklichen Einfluß auf die französische Politik zurück
Marguerite de la Riviere:französische Adlige, Frau des Buree de la Rivière, eine Freundin von Christine, die sie auch in ihrem Geschichtswerk Faits et bonnes meurs du sage roi Charles V (1404) erwähnt. Marguerite starb 1420; mit ihr beginnt in der Stadt der Frauen eine Aufzählung von Adligen, die als Christines Gönnerinnen zu betrachten sind.
Busa (auch Paulina): Busa von Canusium, eine reiche Apulierin, die sich um die von Hannibal besiegten römischen Soldaten kümmerte; Christine übernimmt die Geschichte der Busa aus dem LXIX. Kap. von Boccaccios De claris mulieribus
Polyxene: Figur aus der griechischen Mythologie (Achilleus-Stoff); Tochter des Priamos und der Hekabe, die von Neoptolemos auf dem Grab des Achill geopfert wurde
Medusa oder Gorgo: eigentlich ein Ungeheuer der griechischen Mythologie mit Schlangen statt Haaren und Stoßzähnen, deren Aussehen jeden, der sie ansah, zu Stein erstarren ließ. Christine folgt jedoch der hellenistischen Tradition, in der das furchteinflößende Ungeheuer zur schönen Jungfrau wird
Juno: Tochter des Saturn und der Ops, bedeutendste Göttin des alten Rom, der verschiedene Sondergottheiten angeglichen wurden (u.a. die große Geburtsgöttin Juno Lucina); Juno wurde früh mit dem Wechsel der Mondgestalt in Verbindung gebracht