214-7-1

im Mittelalter wurde die Zeit nach den sog. kanonischen Stunden, zu denen von den Ordensmitgliedern bestimmte Gebete verrichtet wurden, gemessen; die Terza (»hora tertia«) entspricht ungefähr 9 Uhr, die Nona (»hora nona«) ungefähr 15 Uhr (zu diesen Fragen siehe H. Kühnel, Hg., 1985, S. 9-16)

214-3-1

die folgenden Heiligenlegenden sind bearbeitete Fassungen von Legenden aus dem Speculum historiale (XIII. Jh.) des Vincent von Beauvais. Christine hat wahrscheinlich mit der 1333 von Jean de Vignay angefertigten französischen Übersetzung dieses Buchs, dem Miroir historial, gearbeitet, den sie auch am Ende des IX. Kap. des Dritten Buches erwähnt.

213-68-9

es handelt sich um Anna von Bourbon, die Tochter von Johann I. von Bourbon, Herzog von La Marche, und der Catharina von Vendôme. Sie heiratete 1402 Ludwig von Bayern, einen Bruder der französischen Königin Isabella, und starb nach 1406

213-68-8

gemeint ist Bonne von Bar, eine Cousine des französischen Königs Karls VI. Sie heiratete Valeran von Luxemburg, den Baron von Saint-Pol und Ligny, und lebte mindestens bis 1419

213-68-7

die Rede ist von Anna von Auvergne, die 1371 den bourbonischen Herzog Ludwig II. heiratete; sie war die Mutter von Johann von Clermont, des Gemahls der Marie von Berry, und lebte mindestens bis 1416

213-68-6

es handelt sich um Margarete von Burgund, die Tochter des burgundischen Herzogs Philipps des Kühnen. Sie heiratete Wilhelm VI. von Bayern, der im Jahre 1404 Herzog von Holland und Seeland wurde

213-68-5

es handelt sich um Marie von Berry, die im Jahre 1400 Johann von Clermont heiratete; sie erbte eine im Besitz der Berry befindliche Handschrift der Stadt der Frauen, Marie gehörte wahrscheinlich wie ihr Vater Johann zum Kreis von Christines Gönnern

213-68-4

gemeint ist Margarete von Bayern, die 1385 den burgundischen Herzog Johann ohne Furcht (1371 -1419) heiratete; dieser führte einen der glänzendsten Höfe Europas. Margarete starb 1423. — Das Paar gehörte zu den wichtigsten Gönnern Christines; in ihrem Besitz befand sich eine Handschrift der Stadt der Frauen, deren Ausführung Christine wahrscheinlich persönlich überwachte und die sie selbst dem Herzogpaar übergab. Die Handschrift ging später in den Besitz des Sohnes, des burgundischen Herzogs Philipps des Guten (1396-1467), über

213-68-3

es handelt sich um Valentina Visconti, Tochter des Gian Galeazzo Visconti und Frau des Herzogs Ludwig von Orléans, der ein Sohn des französischen Königs Karls V. war. Sie starb 1408. Ludwig von Orléans und seine Frau gehörten ebenfalls zu Christines Mäzenen

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