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Lucretia: die Geschichte der Lucretia, die sich im Mittelalter, aber auch in späteren Jahrhunderten, außerordentlicher Beliebtheit erfreute, stammt aus dem Geschichtswerk des Titus Livius (59 v.Chr. -17 n.Chr.), Ab urbe condita libri

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es handelt sich um Antonia minor (36 v.Chr. — 37 n.Chr.), die jüngere Tochter des Triumvirn Marcus Antonius und der Octavia. Sie wurde um 16 v.Chr. mit Drusus verheiratet und ist die Mutter des Germanicus, der Livilla und des späteren Kaisers Claudius. Nachdem sie 9 v.Chr. Witwe geworden war, ging sie keine neue Ehe ein. Antonia wurde 37 n.Chr. von ihrem eigenen Enkel, dem Kaiser Caligula, in den Tod getrieben

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Mariamne: Frauenfigur aus dem Alten Testament, Tochter des Makkabäers Alexander (und nicht, wie Christine angibt, des Aristobolus) und Frau des Herodes (72 v.Chr. — 4 v.Chr.; Christine verwechselt ihn mit Herodes Antipas), der sie im Jahre 29 v.Chr. wegen einer falschen Anklage hinrichten ließ

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Susanna: Frauenfigur aus dem Alten Testament (Buch Daniel 13; 1-64); die Susanna-Erzählung findet sich häufig in der lehrhaften Dichtung des späteren Mittelalters und bleibt bis ins XX. Jahrhundert ein häufig gestalteter literarischer Stoff

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Novella: die Tochter des in Bologna lehrenden Rechtsgelehrten Giovanni Andreae (1275-1347); das Werk, das Christine an dieser Stelle erwähnt, ist Andreaes Novella super Decretalium oder Novellae. Christines Vater, der selbst von 1344-1356 in Bologna lehrte, kannte Andreae wahrscheinlich

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