»Geschlecht« als Strukturmerkmal von Sozialgebilden - warum stimmen Sozialwissenschaftler dem Gedanken sofort zu, wenn 'primitive' Stammesgesellschaften gemeint sind, und verhalten sich abwehrend, sobald die Rede auf moderne Industriegesellschaften kommt? Ging die sozial prägende Kraft von Geschlechtlichkeit und Geschlechtszugehörigkeit im Zivilisationsprozeß verloren? Würden wir diese Annahme erhärten wollen, wie läßt sich dann erklären, daß alle uns bekannten Kulturgebilde auf Geschlechterungleichheit beruhen?
In ihrer großen Autobiographie beschreibt Charlotte Wolff ihren emotionalen und beruflichen Werdegang als deutsche Jüdin, Ärztin, Psychologin und Wissenschaftlerin. Begabt mit analytischem Scharfblick und Intuition gleichermaßen, erzählt sie ihr wechselvolles Leben, spürt sie ihren Ideen und Träumen nach, ihren Sehnsüchten und selbstgestellten Aufgaben ihren Liebesbeziehungen zu Frauen und ihren Begegnungen mit bekannten Künstlern, Dichtern und Denkern. Ein Lebensbericht, der vor allem Frauen ermuntert, ihren Weg abseits ausgetretener Pfade zu suchen...
Ein Portrait Bettinas - nie fiele uns ein, so vertraulich von Clemens oder Achim, geschweige denn von Wolfgang oder Friedrich zu reden, wohl aber wiederum von Caroline oder Rahel. Mindert der Verzicht auf den Nachnamen den Respekt? Höchstens wenn der Name so intoniert wird, als solle es eigentlich »die arme Bettina« heißen oder »die glücklose Caroline«. Vielmehr bezeichnet die häufige Bevorzugung des Vornamens für die großen Frauen dieser Generation eine andere, so wohl nie wieder artikulierte Form des Respekts.
At the peak of her fame, in the late 1930s and early 1940s, Agnes Smedley was considered the John Reed of the Chinese revolution for her tireless advocacy of the Chinese Communist cause. But very little has been written about her other achievements.
It did not take us long to discover why there have been no biographies of Agnes Smedley. Even the most ordinary facts about her life, including her birthdate, were a mystery. She wrote six books, which were not hard to find; but she also wrote hundreds of articles in publications scattered around the globe, and these had never been collected. Nor was there the usual corpus of personal letters and papers waiting for us in a comfortable academic library.