213-6-1

Antonia: in Wirklichkeit Theodora (Christine übernimmt den Namen »Antonia« aus den von ihr als Quelle benutzten Grandes Chroniques), die Frau des oströmischen Kaisers Justinian (527 - 565 n.Chr.); Theodora übte einen starken politischen Einfluß auf Justinian aus

213-5-2

Tochter des Priamos von Troja und legendäre Seherin; nachdem sie sich dem Gott Apollon verweigert hatte, machte dieser ihre von ihm verliehene Sehergabe zum Fluch: sie sollte immer nur Unheil wahrsagen, aber nirgends Glauben finden

213-4-4

siehe auch die Anm. zum XII. Kap. des Ersten Buches. — Vom Besuch der Königin von Saba bei Salomo berichtet das erste Buch der Könige, 10; ferner das zweite Buch der Chronik, 9; diese Szene wurde in der Malerei späterer Jahrhunderte oft dargestellt: erinnert sei an Piero della Francescas Fresko in der Basilika S. Francesco in Arezzo

213-4-1

Debora: jüdische Prophetin (um 1100 v.Chr.), die gemeinsam mit Barak Anführerin im Kampf gegen die Kanaanäer wird (siehe das Buch Richter, 4); nach der Überlieferung stammt von ihr das Deboralied (Ri 5, 2-31), eines der ältesten Zeugnisse der hebräischen Literatur

213-1-1

zuerst existiert nur eine Sibylle, eine sagenhafte Prophetin, die an mehreren Orten verehrt wird; im 4. Jh. v.Chr. kommt der Glaube auf, es habe mehrere Sibyllen an verschiedenen Orten gegeben. »Sibylle« wird so ein Gattungsname. Besonders berühmt sind die Sibyllen von Cumae und Erythrea. - Im Christentum erhalten die Sibyllen eine ähnliche Stellung wie die Propheten des Alten Testaments (siehe z.B. die Darstellung der erythräischen und der cumäischen Sibylle, gemeinsam mit dem Propheten Micha, auf dem Genter Altar des Jan van Eyck von 1432)

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