212-21-1

gemeint ist Artemisia II, die Schwester und Frau des Mausolos (377-353 v.Chr.), des Herrschers von Karien. Nach seinem Tod übernahm sie die Herrschaft, eroberte Rhodos und errang durch die Errichtung des Mausoleums unsterblichen Ruhm

212-20-1

Herrscherin (um 240-273) von Palmyra, der alten Karawanenstadt der nordarabischen Wüste, die unter Zenobia zur kulturellen und wirtschaftlichen Metropole des Orients wurde. Ihr Bildungsbedürfnis, von dem Christine berichtet, ist historisch überliefert, und mit ihrem Namen verbindet sich »die erste große Expansion in der Geschichte des Arabertums« (H. Bengtson)

212-19-1

es handelt sich um die berühmteste Amazonenkönigin, deren Gestalt in die Literatur eingegangen ist — erinnert sei an Heinrich von Kleists Penthesilea (1808)

212-16-2

die vorhergehende Ortsangabe ist nur verständlich, wenn man berücksichtigt, daß Christine noch vom aristotelischen Weltbild — die Erde als Scheibe, umgeben von den Meeren — ausgeht

212-16-1

sagenhaftes Volk kriegerischer Frauen, die bereits in Homers Ilias erwähnt werden. Die wichtigsten Elemente der Amazonensage sind folgende: die Amazonen gründen einen Frauenstaat im Nordosten Kleinasiens am Thermodon, mit der Hauptstadt Themiskyra. Zwecks Fortpflanzung leben sie im Frühling zwei Monate mit einem Nachbarvolk zusammen.

212-15-1

Königin von Assyrien (um 800 v.Chr.), der einzige Fall von Frauenherrschaft in Assyrien. Mit der Gestalt der Semiramis, die später zu einem beliebten literarischen Stoff wird, verbinden sich verschiedene Sagen: so etwa die von den Hängenden Gärten zu Babylon, deren Schöpferin sie sein soll, oder von der Einführung der Hose als Bekleidungsstück für Frauen

212-13-7

gemeint ist Catharina von Vendome, die 1364 Johann von Bourbon, Herzog von La Marche, heiratete; nach dem Tode ihres Bruders (vor 1375) erbte sie die Ländereien von Vendome und Castres. Ihr Mann starb 1393, und sie regierte bis zu ihrem Tod am 1.4.1411 über ihre Ländereien

212-13-6

es handelt sich um Marie de Blois (1345-1404), Königin von Neapel und Herzogin der Provence durch ihre Heirat mit Ludwig I. von Anjou; zur Zeit der Minderjährigkeit ihres Sohns Ludwigs II. von Anjou übt sie die Regentschaft aus und behält auch in der Folgezeit politischen Einfluß

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