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die Tochter des Sehers Tiresias; dieser ist mit dem Sagenkreis um den thebanischen König Ödipus verbunden. Christine greift hier wiederum auf Boccaccios De claris mulieribus, Kap. XXX, zurück

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Leontion: berühmte und sehr geistreiche Hetäre aus Athen, die eine Anhängerin und Freundin des Philosophen Epikur war und im Kreise der Epikureer sehr geschätzt wurde. Sie verfaßte einen Traktat gegen den Philosophen Theophrast

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beliebte lyrische Gyttung in der französischen Literatur des Mittelalters, zunächst liedartige kleinere Gedichte, im XIV. Jh. beliebte Form des individuellen Liebeslieds, später Ausweitung zur Versnovelle. Die berühmteste Lai-Dichterin war Marie de France

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die bedeutendste und berühmteste Dichterin der Antike, die im 7. Jh. v.Chr. auf Lesbos lebte, verheiratet war und eine Tochter namens Kleis hatte. In ihrer Obhut lebten, wie es damals in Griechenland üblich war, junge Mädchen; mit diesen verband sie eine leidenschaftliche Zuneigung (auch dies eine im damaligen Griechenland nicht außergewöhnliche Erscheinung). Sapphos Dichtung, von der heute nur noch einige Fragmente überliefert sind, hat vor allem die Liebe und persönliche Gefühle zum Inhalt, ferner schrieb sie Hochzeitslieder für ihre Mädchen; sie ist des weiteren die Erfinderin der sog.

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es handelt sich um die aus der Antike übernommene Gliederung des Bildungs- und Wissensstoffes; die Sieben Freien Künste bestehen aus zwei Gruppen: dem Trivium (Grammatik, Dialektik und Rhetorik) und dem Quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik)

212-29-1

Petronia Proba, Frau des römischen Konsuls Clodius Celsinus
Adelphius; sie lebte im 4. Jh. n. Chr. und ist die Verfasserin des Cento
(Flickgedickt), das um 360 entstanden ist; es handelt sich um eine Bibelassung in Versen, inspiriert von der Dichtung Vergils

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römische Jungfrau; die Episode der Geiselbefreiung ist historisch überliefert. Christine stützt sich auch hier auf Boccaccios De claris mulieribus, Kap. LII

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Figur aus Vergils Aeneis (siehe vor allem den siebten Gesang, Vers 803 ff.). Tochter des Volskerkönigs Metabus und der Camilla; nach dem Tod der Mutter und der Vertreibung des Vaters wurde sie mit dem Vater durch ein Wunder gerettet; dieser weihte sie der Diana. Sie wurde mit Stutenmilch genährt und betätigte sich als jungfräuliche Jägerin; Camilla kämpfte heldenmütig auf der Seite des Turnus

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