212-48-1

Lavinia: Frauenfigur aus Vergils Aeneis. Sie ist die Tochter des Königs Latinus und später die Frau des Aeneas, mit dem sie gemeinsam die Stadt Lavinium, eine Stadt im Latium (heute Pratica di Mare), gegründet haben soll

212-46-1

(auch Elissa): sagenhafte tyrische Königstochter, die vor allem durch ihre in Vergils Aeneis geschilderte unglückliche Liebe zu Aeneas Berühmtheit erlangte; sie gilt ferner als die Gründerin Karthagos. Das Schicksal der unglücklich liebenden Dido, die sich aus Liebesschmerz den Tod gab, hat die Dichter bis ins XIX. Jh. zu zahlreichen Bearbeitungen dieses Stoffs angeregt.

212-44-1

die Bezeichnung »Brief« (»epistre«) Salomos, die sich in Christines Text für die Sprichwörter Salomos findet, ist ungewöhnlich. — Im folgenden greift die Autorin auf das berühmte IX. Kap. (»Das Lob der tüchtigen Frau«) des Buches der Sprichwörter im Alten Testament zurück

212-43-1

die lateinische Bezeichnung für eine der Sieben Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung, Gerechtigkeit, Vorsicht, Mäßigkeit und Stärke); ich übersetze im folgenden meist mit »Lebensklugheit«, »Umsicht«; der Begriff der »Vorsicht« aus der zuvor zitierten Aufzählung scheint mir zu bedeutungsflach

212-41-4

es handelt sich um eine Zeitgenossin Christines, eine Künstlerin aus Paris, deren Identität bislang noch nicht geklärt wurde. Da die Bedeutung des Begriffes »champaignes d'istoires«, mit dem eines der Tätigkeitsfelder der Anastasia beschrieben wird, in der Kunstgeschichte umstritten ist (ich habe ihn mit »Hintergrundlandschaften« übersetzt), herrscht auch eine gewisse Unklarheit über die künstlerische Bedeutung dieser Frau (zu diesen Fragen siehe M. Meiss, 1974)

Seiten