die Identität dieser Königin ist schwierig zu ermitteln, denn der erwähnte König Jean (=Johann II. der Gute, 1319-1364) war in erster Ehe mit Bonne von Luxemburg, dann mit Johanna von Boulogne verheiratet
es handelt sich um Jeanne d'Evreux, die dritte Frau Karls IV, die am 4.3.1371 starb; dieses Datum ist insofern von Bedeutung, als es dazu beiträgt, Christines eigene Ankunft in Frankreich zu datieren
Bianca von Kastilien (1188-1252), Königin von Frankreich, Tochter des Alfons VIII. von Kastilien und der Eleonore von England; sie wurde 1200 mit dem späteren französischen König Ludwig VIII. verlobt. Nach dessen plötzlichem Tod (1226) übernimmt sie für ihren unmündigen Sohn Ludwig IX. die Regentschaft (bis 1234) und erweist sich als äußerst kluge Herrscherin, die bedeutende Erfolge erringt. Auch nach der Volljährigkeit ihres Sohnes übt sie starken Einfluß auf die französische Politik aus und übernimmt zur Zeit des VII. Kreuzzugs (1248-1254) erneut die Regentschaft
Frankenkönigin, um 545-597; erst Nebenfrau, dann Gemahlin des fränkischen Königs Chilperich; nach dessen Tod (584) regierte sie zeitweilig für ihren Sohn Chlotar II. Sie verfolgte erbarmungslos die Merowingerkönigin Brunhild und veranlaßte die Ermordung mehrerer Frankenkönige. — Christine präsentiert, wie auch in einigen anderen Fällen, ein »geschöntes« Bild dieser Herrscherin
sie ist identisch mit der Königin von Saba, von deren Weisheit die Bibel berichtet; Christine stützt sich bei ihrer Darstellung auf Boccaccios De claris mulieribus (Über berühmte Frauen, 1360-62), Kap. XLIII
Feind Cäsars, Stoiker, lebte von 95-46 v.Chr.; Christine schreibt ihm hier irrtümlich, wie es im Mittelalter üblich war, die Dicta Catonis (Sprüche Catos) zu, eine anonyme Sammlung von Lebensregeln, die sich im Mittelalter großer Beliebtheit erfreute