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Ein weiterer psychoanalytischer Fall (Janine Chasseguet-Smirgel: op. cit. S. 156 - 159): eine 40-jährige Frau, Augenärztin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, leidet unter Angstvorstellungen, Identitätsverlust und Neigungen, sich ins Wasser zu stürzen. In den Wänden der Praxis des Psychoanalytikers imaginiert sie ein Aquarium und hat den Eindruck, sich in diesem Aquarium zu bewegen. Sie assoziiert damit nach eigenen Angaben eine Gebärmutter.

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Die Inhibition des Hl. Efflam ist die Folge seiner frauenfeindlichen Erziehung, die seit Jahrhunderten auch die unsere ist. Ein von Janine Chasseguet-Smirgel analysierter Fall (in: dies.: La sexualite feminine. Paris 1969, S. 176) ist in diesem Zusammenhang aufschlußreich: ein junger Mann, der an ejaculatio praecox litt, wußte mit 22 Jahren noch nicht, daß die Vagina auch ein Sexualorgan ist. Für ihn war sie eine Höhle voll Abfall und Schutt, und in seinen Zwangsvorstellungen war sie mit Leichen und Autowracks gefüllt.

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