Der Fall

Am 24. Mai 1430 wird die Pucelle vor Compiègne gefangengenommen. Mgr. de Luxembourg, dessen Haufe zu diesem Zeitpunkt für den Herzog von Burgund operiert, verkauft seine Beute. Die Engländer sind sofort als Abnehmer zur Stelle, bieten sechstausend, dann zehntausend Francs. Ein hohes, aber nicht übertriebenes Lösegeld. Feldherren, die eine starke Kompanie anführen, sind damals sehr teuer: diese Summe entspricht sämtlichen Kosten der Belagerung von Louviers. Folglich braucht es Zeit, eine solche Menge Goldstücke aufzutreiben.

Die Revision

Dem König Heinrich II von Frankreich und VI. von England hatte sehr daran gelegen, daß die Pucelle der Hexerei überführt würde und ihre Irrtümer eingestand. Nicht weniger lag Karl VII. daran, daß sie eine >Magd Gottes< gewesen war und folglich das Urteil gegen sie aufgehoben würde. Tatsächlich ließ die Revision auf sich warten. Sie wurde langsam geführt, in drei Etappen.

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