1456 Die Untersuchung an der lothringischen Grenze

Als der Inquisitionsprozeß wirklich beginnt, wird beschlossen, Nachforschungen anzustellen: in Rouen und Paris über die Mängel des ersten Verfahrens, in Orléans über das Wunder der Befreiung, an der lothringischen Grenze über die Frömmigkeit der Pucelle. Dort haben auf Ersuchen von Jean, genannt du Lys, Johannas Bruder, Vorsteher von Vaucouleurs, zwei Priester des Dorfs anhand der im Dezember 1455 in Rouen aufgestellten Liste von zwölf Fragen im Januar und Februar auf Anordnung des Gerichts die Zeugnisse gesammelt.

Die Untersuchung von 1452

1450 hatte Guillaume Bouillé die Zeugen sagen lassen, was sie auf dem Herzen hatten. Alle, ausgenommen Jean Beaupère, hatten sich damals auf ihre redlichen Absichten berufen; sie waren nicht von >großem Haß< bewegt, wohl aber die anderen. Ihre Aussagen hoben zweierlei hervor. Zum einen das, was Karl VII. festgestellt haben wollte: die Grausamkeit der Engländer, der Richter, insbesondere Cauchons, ihre feste Absicht, Johanna sterben zu lassen. Zum anderen den erhebenden Tod der Pucelle. Sie war nicht rückfällig: man hatte sie gezwungen, wieder Männerkleider anzulegen.

Die Untersuchung von 1450

Die sieben ersten Aussagen, die Bouillé im Februar 1450 sammelte, klingen wahr. Da sie nicht zu den Akten der Rehabilitation genommen wurden, sind sie nicht übersetzt worden. Zudem haben die Zeugen treuherzig gesagt, woran sie sich erinnerten. Ihre Aussagen wurden weder durch ein stenges Verhör noch durch Einwirken anderer Berichte verbogen. Sie sprachen frei. Der König hatte einen Gnadenerlaß herausgegeben: sie hatten nicht viel zu befürchten. Der Feldzug zur Rückeroberung der Normandie war im Gange.

Elftes Kapitel

Bei der Rückkehr nach Washington lag eine ungewisse Zukunft vor Phil. Trotz seiner früheren Absprache, zur Post zu gehen, schien er immer noch unentschlossen zu sein, was er beruflich machen wollte. AL Friendly hatte ihm geschrieben und von seinem eigenen Wunsch gesprochen, zur Post zurückzugehen, vor allem aber hatte er an Phil appelliert, auch zur Post (»Postward«) zu kommen. Ende August 1945 berichtete Phil AL, daß er im Jahr zuvor eine unverbindliche Abmachung mit meinem Vater getroffen habe, daß seither aber nie wieder darüber gesprochen worden sei.

Fünfzehntes Kapitel

Noch heute ist es schwer zu bewerten, wie gut John F. Kennedy seine Sache als Präsident der Vereinigten Staaten in der relativ kurzen Amtszeit machte, die ihm vergönnt war. Aber es ist überhaupt nicht schwer, sich die Aufbruchstimmung und Hoffnung ins Gedächtnis zurückzurufen, die einen jungen Präsidenten begleiteten, der energiegeladen und eloquent daranging, alte Probleme auf neue Weise zu lösen. Besonders am Anfang waren wir von den Aussichten dieser Regierungszeit regelrecht elektrisiert.

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