475-7-4

<p>Es handelt sich hier um einen Teil unseres Vortrags in der AG »Kulturanalyse und Sprachwissenschaft« auf der DGfS-Jahrestagung 1983 in Passau, deren Beiträge in »Sprache und Herrschaft« (14.1983) abgedruckt werden sollen</p>

475-7-2

<p>Eine radikale Kritik an den systemkritischen Arbeiten üben Maria Black und Ros Coward aus linguistischer und diskurstheoretischer Sicht stellvertretend für viele an Spenders Buch in ihrer ausführlichen Rezension (1981). Sie betonen auch die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Sprachsystem und diskursiven Prozessen für die Entwicklung feministischer Theorie</p>

475-7-1

<p>Wo es möglich ist, beziehen wir uns auf Forschungen in der BRD. Die US-Frauenforschung zum Thema ist in Behrens (1981) zusammenfassend dargestellt.</p>

Sprache und Konstituierung von Geschlecht: Kollokation und Diskurs

Schlagworte

Ein Beitrag zu einer Semantiktheorie

Wir bewegen uns mit unserer Arbeit in verschiedenen Bereichen, die wir versuchen zu verbinden: Wir wollen an die Frauenforschung zu Sprache und Sprechen (Stichwort »feministische Linguistik«) anknüpfen, ihre Erkenntnisse nutzbar machen, die Grenzen (inhaltlich und methodisch) ausloten und Ansätze erforschen, sie theoretisch weiterzuentwickeln.
Dabei wollen wir die Diskussion, wie sie von Feministinnen in anderen Zusammenhängen geführt wird, miteinbeziehen. (Hier vor allem die Vorstellungen von Geschlechteridentität.)

Autor(en)

475-6-2

<p>Vgl. J. Cl. Milner 1982, 41:»Gegenüber S, was unterscheidet und I, was verbindet, ist R also das Ununterschiedene und Zerstreute als solches: das, was Freud in seiner zweideutigen Sprache als Thanatos dem Eros der Verbindung gegenüberstellt.« Das folgende Beispiel aus dem religiösen
Bereich ist eine moderne (fast formalisierte) Darstellung der Geschichte des Sündenfalls in vier Etappen: Gott i&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Mensch (das Band vor dem Fall) 2. Gott/Mensch (die Sünde als Bruch) 3. Gott ist |M (das<br />Entsetzen der Trennung) 4.

475-6-1

<p>Das sagt die Literatur schon immer; vgl. z.B. Benjamin Constants »Adolphe«, in dem es nur um dieses Thema geht: Ich trauerte zwar bei Ellenore jenen Freuden des gesellschaftlichen Lebens nicht nach,.. aber ich wünschte, sie hätte mir erlaubt, ihnen mit mehr Freiheit zu entsagen. (..) Ellenore .. war kein Ziel mehr, sondern eine Fessel, die mich band. (..) möglicherweise eine unbestimmt gefühlte Auflehnung gegen eine Verbindung [lien], welche aufzulösen mir unmöglich war (..) sagte ich ihr,.. ich wolle ihr mein ganzes Leben weihen und mich durch jedes Band [lien] mit ihr vereinigen.

In den Netzen des Sinns

Eine Untersuchung der diskursiven Zwänge im semantischen Feld »menschlicher Bindungen«*

  • * Übersetzung und Bearbeitung von H. Woetzel und M. Geier
    (Wir danken Otto Winkelmann vom Rom. Seminar der Univ. Mannheim für
    wertvolle Übersetzungshilfen.)

»Widerstrebend werdet ihr zurückkommen
Denn während ihr frei und gefangen geht
Bleibt ihr in meinen Netzen.«
Lope de Vega

475-5-9

<p>Vgl. noch einmal Neubauer 1978, 125: »..aus dem komplizierten Spiel mit dem &gt;hasard&lt; sollte ein Sprachgebäude entstehen, das mit den ewigen Sternbildern vergleichbar wäre. ..Jedoch, wie schon aus dem Titel deutlich wird, ist...</p>

475-5-8

<p>»Le Livre« verweist auf Mallarmés nie ausgeführten, aber auch nie aufgegebenen Pläne für ein kosmisches, vielbändiges Buch »qui soit un livre, architectural et premedite, et non un recueil des inspiration de hasard fussentelles merveilleuses... Firai plus loin, je dirai: le Livre, persuade qu' au fond il n'y en a qu'un tente à son insu par quiconque a ecrit, meme les genies. L'explication orphique de la Terre, qui est le seul devoir du poete et le jeu litteraire par excellence..« (Oeuvres completes S. 663, Paris 1965). (D.

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