475-2-5

<p>so ausdrücklich Gergen &amp; Gergen (1978), die deutlich machen, daß »Erklärungen« von Verhaltensweisen i.d.R. auf die Einordnung inkriminierter Verhaltensweisen in den sozialen Kontext abzielen. Das alltagsweltliche Sprachspiel »erklären« ist offenbar wesentlich anders organisiert als das wissenschaftliche und nicht bloß ein »armer Verwandter« desselben</p>

475-2-1

<p>im psychoanalytischen Ansatz insbesondere Lorenzer (1973), als konversationsanalytische Arbeit z.B. Nothdurft (1981), in der Soziologie z.B. Dreitzel (1972), institutionenkritisch z.B. Rohde (1973)</p>

475-1-23

<p>Daß hier ein wesentlicher Aufgabenbereich für linguistische Forschung sein könnte, wird in den letzten Jahren zunehmend erkannt. Ein Beispiel dafür: Heringer (1979)</p>

475-1-22

<p>Um Mißverständnissen vorzubeugen:Das heißt beileibe nicht, daß nun doch noch einer Sprachkritik alter Art das Wort geredet werden soll. Gegenstand der K ritik ist nie der Ausdruck, sondern allein seine Verwendung.Indem die verborgenen Absichten dieser Verwendung an den Tag gebracht werden, wird nicht zuletzt erreicht, daß der Ausdruck als Ausdruck dessen gesehen werden kann, was er — bei Licht besehen — besagt.

475-1-21

<p>Die Ethik der Kommunikation greift tatsächlich nicht in die Sprache ein: Daß sie uns etwa nicht lügen lassen will, ist sowenig ein Eingriff in unsere Sprache, wie es ein Eingriff in das Skatspiel ist, wenn einem untersagt wird, ein fünftes As aus dem Ärmel zu zaubern, um das Glück zu wenden. Es besteht auch keinerlei Grund dafür, daß die Ethik in die Sprache eingreifen sollte: Es gibt keine unaufrichtigen oder unverständliche oder irrelevante sprachlichen Ausdrücke, nur einen unaufrichtigen, unverständlichen, irrelevanten Gebrauch davon</p>

475-1-20

<p>Eine vieldiskutierte Darstellung dieser Kommunikationsgrundsätze findet sich im Grice (1968). Sieh auch Heringer/Öhlschläger/Stecker/Wimmer (1977), Beitrag 9</p>

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