Zweiter Teil

Aufgaben und Probleme einer sozialistischen autonomen Frauenpolitik

1. Politiktheoretische Feldbesichtigung

Die Wissenschaften haben die Aufgabe, schrieb Engels, der Politik die Mittel für eingreifendes Handeln in die Hand zu geben. Wissenschaften und Politik stehen in einem Spannungsverhältnis, sie bedingen einander häufig nicht einmal: Die Wissenschaften können voranschreiten, ohne daß ihre Ergebnisse politisch umgesetzt würden. Und dennoch hängen sie ineinander, müssen immer wieder aufs Neue verkoppelt und gegenseitig nutzbar gemacht werden.

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Die Arbeiter, so dachte Marx, sind diejenigen, die mit ihrer eigenen Befreiung die Befreiung der Menschheit, also aller übrigen Gruppen, erreichen. Das ist ihre historische Aufgabe. Insofern wäre eine eigene Frauenbefreiungsbewegung ein Anachronismus oder aber, um Gleichberechtigung ringend, nicht wirklich revolutionär.

Vorwort

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Karl Marx
Aber was hat er uns überlassen!
Welchen Mangel an Illusionen.
Welchen weltweiten Verlust
An sicheren Werten. Welche verbreitete
Unfähigkeit, sich zu unterwerfen!
Und wie ausgeschlossen, unter uns
Nicht an allem zu zweifeln. Seither
All unsere Erfolge: nur Abschlagszahlungen
Der Geschichte. Dahin die Zeit
Sich nicht hinzugeben an die Sache
Und wie unmöglich, nicht ans Ende zu gehn:
Und es nicht für den Anfang zu halten!
(Volker Braun)

Autor(en)

Geschlechterverhältnisse

Titel und Bild
Zur internationalen Diskussion um Marxismus-Feminismus

Siegfried unterwarf Brunhild, um sie Gunther zuzuführen, der ihm zum Lohn die Schwester gab. Welch lange Kultur von Unterdrückung in den Geschlechterverhältnissen! An wievielen Orten wird mit Herkömmlichem zu brechen sein? Die Kämpfe trennen Frauen- und Arbeiterbewegung. Männliche Revolutionäre schreiten zur Befreiung und schließen auf dem Wege die Frauen in Familien ein. Familien als private Festung gegen kapitalistische Übergriffe verewigen so auch Frauenunterdrückung.

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