Frauenarbeit oder die Gretchenfrage in der Frauenbewegung

In der Bundesrepublik existiert kein Recht auf Arbeit, weder für Männer noch für Frauen. Aber die Lücke füllt jene Tradition aus, »die da heißt, daß der Mann einen lebenslangen Beruf haben muß, die Frau aber höchstens Arbeit zwischen Schule und Hochzeit - und später >für Notfälle< - und eigentlich Gehört sie ins Haus«.[1] Welche emanzipatorische Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der außerhäuslichen Erwerbsarbeit der Frauen zu? Diese Frage ist so alt wie die Frauenbewegung selbst.

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Luc Jochimsen: Wie haltet ihr es mit den Frauen in Beruf und Politik? In: Carola Stern, (Hrsg.): Was haben die Parteien für die Frauen getan? Reinbek bei Hamburg 1976, S. 80

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Dies gilt nicht für West-Berlin, wo es dem Sozialistischen Frauenbund gelungen ist, gemeinsame Aktionen von Sozialistinnen, Feministinnen, Sozialdemokratinnen, Gewerkschafterinnen und Frauen der Humanistischen Union zustandezubringen. Eine so phantasievolle, kämpferische und politisch kooperierende autonome Frauengruppe wie der SFB steht für die Bundesrepublik bisher noch aus.

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