Nur wer Angst hat, kann vernünftig sein
Zwei extreme Positionen stehen sich in der Diskussion um Frieden und Friedensbewegung gegenüber: Die einen sehen Angst und Betroffenheit als Hindernis bei der rationalen Abwehr atomarer Bedrohung. Sie werfen der Friedensbewegung vor, in irrationalen Gefühlen steckenzubleiben und deshalb nicht zu wirklicher Problemlösung fähig zu sein. Die anderen bekennen sich etwas zu inbrünstig zu ihren Gefühlen und sehen jeden Versuch, sie für das rationale Handeln nutzbar zu machen, als Verrat an der guten Sache.