Erfahrungen in die Krise führen

oder: Wozu brauchen die Lernenden die Lehrer?*
  • (* Grundlage dieses Textes ist ein Vortrag, den ich auf der Woche der Wissenschaft bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen 1980 hielt mit dem Titel: Die Rolle des Lehrers in demokratisch bestimmten Lernprozessen, Titel der Gesamtveranstaltung war: »Demokratie lernen — demokratisch handeln«.)

Die Menschen sitzen nicht im Kapitalismus wie in einem Käfig

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Das PSYCHOLOGIE HEUTE-Gespräch mit Klaus Holzkamp

Psychologie heute: Herr Professor Holzkamp, in Ihrer »Grundlegung der Psychologie« nennen Sie als Ziel menschlichen und psychologischen Strebens die »verallgemeinerte Handlungsfähigkeit«. Damit ist, vereinfacht ausgedrückt, kollektives vernünftiges Handeln zum Wohle aller gemeint. Es scheint, als ob wir von diesem Ziel weiter als je zuvor entfernt sind. Muß ein »Kritischer Psychologe« darüber nicht verzweifeln?

Vorwort

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Die ökonomisch-ökologische Krise und die Erstarkung des Konservatismus in der BRD sind an der Schule nicht vorübergegangen. Schüler- und Lehrerdasein sind schwieriger geworden. Wir alle kennen Symptome wie individuelle Rückzugstendenzen, Privatisierung und abnehmendes Interesse an gewerkschaftlicher Arbeit. Die durch die gestiegenen Belastungen des Lehrerberufs entstehenden Probleme werden von den Betroffenen häufig eher in Psychotherapie und Selbsterfahrungsgruppen zu lösen versucht als durch veränderndes politisches Handeln.

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