Hans
Müller
Sohn des Niklaus und der Rosine Lisette geb. Kläy. verh. m. Marie Bigler, Biologin. Lehrerseminar Bern-Hofwil, Primarlehrer in Vielbringen, Ausbildung zum Sekundarlehrer, 1915-27 Sekundarlehrer in Grosshöchstetten, 1921 Dr. phil. nat. an der Univ. Bern, 1922 Gymnasiallehrerpatent. 1923 Gründer des schweiz. Verbands abstinenter Bauern, 1927 Gründer und dann Leiter der Bauernheimatbewegung (Jungbauern). 1932 Eröffnung der Bauernheimatschule auf dem Möschberg bei Grosshöchstetten. 1928-47 Nationalrat (BGB, ab 1935 als Vertreter der Jungbauern). M. widmete sich den Problemen der in ihrer Existenz bedrohten Kleinbauern. Wegen seiner radikalen Forderungen im Bereich des Bodenrechts und der Unterstützung der Kriseninitiative der SP und der Gewerkschaften kam es 1935 zum Bruch mit der BGB und zur Abspaltung der Bauernheimatbewegung. 1937 liess sich M. in das Präsidium der Richtlinienbewegung wählen; nach der Verständigung zwischen Sozialdemokratie und den bürgerl. Parteien auf kant.-bern. wie auf nationaler Ebene geriet er ab 1938 politisch zunehmend in Isolation. Wegen seines autoritären Führungsstils und der Propagierung einer neuen Politik nach dem Zusammenbruch Frankreichs 1940 zog M. den Vorwurf der Nazifreundlichkeit auf sich. Nach dem Krieg wurde er zum Pionier des organ.-biolog. Landbaus. (entn. wikipedia 2015 Dank auch für das Bild)
Hasle bei Burgdorf
1891
Grosshöchstetten
1988
Herr
Orte