Utopia im Prüffeld:

Die Bedürfnisse der Frauen in der Technologie von morgen

Bei den derzeitigen düsteren Aussichten unserer Politik verwundert es nicht, daß die unüberwindbare Grenze der Zeit die Vorstellung einer Erlösung von den Fesseln des Alltags durch energische Bemühungen um sozialen Wandel mit dem Flüstermythos einer besseren Zukunft heraufbeschwört. Bei der Analyse der technischen Komponenten der Zukunft möchte ich die Wirkungen der Technologien auf das Leben der Frauen erkunden.

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Twin Oaks:

Eine feministische Analyse des hauseigenen US-Sozialismus

In den letzten zwölf Monaten befand ich mich auf einer Suche. Ich suchte nach alternativen Wirtschaftsformen von und für Frauen von der Ostküste der Vereinigten Staaten bis zur Westküste. Ich fand auf dieser Reise, was mir schon viele sagten: Ich bin zu utopistisch.

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Findhorn, Schottland:

Menschen, die mit Pflanzen reden

 Mein Besuch in Findhorn war ein Sprung ins kalte Wasser: Ich wußte vorher praktisch nichts darüber. Doch hatte ich mich in den letzten zwei Jahren immer mehr mit dem Gedanken an eine Gemeinschaft befaßt, in der Menschen, insbesondere Frauen, wachsen und gedeihen konnten. In einer Atmosphäre voller Liebe und Unterstützung zu leben, erscheint mir das einzig Wahre. Außerdem suchte ich eine spirituelle Gemeinschaft, wo Liebe regiert und in allem das Göttliche gesehen wird.

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437-11-9

Temma Kaplan, »Spanish Anarchism and Women's Liberation«, in: Journal of Contemporary History, 6, No. 2, 1971, S. 106-108.Kaplan, »Other Scenarios-. Women and Spanish Anarchism«, in: Becoming Visible, Renate Bridenthal und Claudia Koonz (Hg.), Houghton Mifflin, Boston 1977, S. 400-421; und Nash, Mujeres Libres.

Mujeres obres und die Frauenrolle in der anarchistischen Bewegung

Eine revolutionäre Bewegung, die eine neue Gesellschaft errichten will, muß sich mit den Lebenserfahrungen derer befassen, die revoltieren sollen. Das gilt besonders für Frauen, deren Alltag sich deutlich von dem der Männer unterscheidet. Viele Revolutionsbewegungen haben versucht, Frauen einzugliedern, und sich auch teilweise der Aufhebung ihrer Unterdrückung verschrieben. Die meisten sind jedoch wegen der unterschiedlichen Lebenserfahrung von Mann und Frau ins »Schwimmen« geraten.

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Ein Netzwerk zur Unterstützung einer weiblichen Utopie

Die Siedlungsbewegung in der Henry Street

Wenn wir im Lexikon unter »Utopie« nachschlagen, finden wir verschiedene Definitionen: ein Ort des Rückzugs oder der idealen Perfektion oder unpraktikable soziale Verbesserungspläne. Zwei dieser Deutungen treffen auf ein Lebensexperiment progressiver Frauen zu Beginn unseres Jahrhunderts zu. Die Siedlungsbewegung, in Chicago von Jane Addams und in New York von Lillian Wald gegründet, mag heute wie ein »unpraktischer sozialer Verbesserungsvorschlag« erscheinen, war aber damals für die betroffenen Frauen in ihrer Arbeitssituation ein Ort der idealen Vollkommenheit.

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437-9-24

Gerry berichtet folgendes: »Klar, wir hatten auch Männer hier, sie sind auch willkommen, wenn sie so leben wollen wie wir. Aber sie bleiben nie lang. Es liegt in der Natur des Mannes, den Boss herauszukehren — und — nun ja — hier können sie das nicht.« Margarita Spalding Gerry, »The Woman's Commonwealth of Washington«, in: Ainslee's Magazine, X, September 1902, No. 8, 133-141.

437-9-23

Mary P. Ryan, Womanhood in America, From Colonial Times to the Present, New Viewpoints, New York 1975, S. 175-6; Barbara Weiter, Dimity Convictions, Ohio University Press, Athens, Ohio 1976, S. 83-102; Barbara Brown Zigmund, »The Feminist Thrust of Sectarian Christianity«, in: Women of Spirit: Female Leadership in the Jewish and Christian Tradition, Hg. Rosemary Reuther und Eleanor McLaughlin, Simon and Schuster Touchstone Books, New York 1979, S. 205-224, empfindet die Frauen in diesen Gemeinschaften, besonders bei den Oneidem, als ziemlich frei.

437-9-22

Maren Lockwood Carden, Oneida: Utopian Community to Modern Corporation, The John Hopkins University Press, Baltimore 1969; Peyton E. Richter (Hg.), Utopias: Social Ideals and Communal Experiments, Holbrook, Boston 1971, S. 137-147

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