Deutschland

Wo ist unser buntes Theben

Buch Kapitel

PETER ALTENBERG

(2. 2. 1910) [315]

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Moderne Frauen wollen ihre Söhne zeitgemäß erziehen.
Sie sollen dazu fähig sein, später partnerschaftlich zu leben.
Tatsächlich geben viele Mütter ihren Söhnen das Beispiel einer
starken, selbständigen und intelligenten Frau mit auf den Lebensweg.
Doch parallel dazu vermitteln sie eine zweite verhängnisvolle Botschaft.

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Hausfrau contra Karrierefrau -
die Diskussion über die Berufstätigkeit von Müttern
füllt mittlerweile stattliche Bände, belebt Talkshows
und Feuilletonseiten.
Nichts kann die Vollzeitmutter ersetzen, sagen die einen.
Eine unzufriedene Hausfrau ist eine schlechte Mutter,
sagen die anderen.
Und was meinen die Kinder?

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Die Beziehung zwischen sehr vielen Vätern und ihren Söhnen
ist von einer rätselhaften Aggression, Abwertung und Boshaftigkeit
seitens des Vaters gekennzeichnet. Die Ursachen dafür liegen
wohl in der Kindheit des Vaters und in einer tiefen Unzufriedenheit
des Mannes mit seiner eigenen Situation. In der Entwicklung

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Der Vater - auf ihn kann nicht verzichtet werden;
auch ein schlechtes Vorbild ist besser als keins.
Die Mutter - sie macht alles falsch,
liebt zuviel oder zuwenig, ist zu stark oder zu schwach.
Wem nützt ihre Demontage?

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Patriarchat als Herrschaft der Väter trifft nicht den Kern der Sache.
Denn eigentlich herrschen die Söhne, wenn auch ergraut.
Wer fast 20 Jahre die aufopfernde Mutterliebe genoß,
mag von ihr nicht mehr lassen, beherrscht die Familie (und die Welt),
wie er als Sohn die Mutter beherrschte.
Wer will es ihm verdenken?