Schriftstellerinnen und das Goldene Zeitalter des Detektivromans

Als Dorothy L. Sayers 1928 einen Sammelband mit Detektiv-Kurzgeschichten zusammenstellte, äußerte sie sich gegen Ende ihres einleitenden Essays begeistert über Verbreitung und Qualität der damaligen Kriminalliteratur: »Heutzutage ist der durchschnittliche Detektivroman exzellent geschrieben, und es gibt nur wenige gute zeitgenössische Autoren, die sich nicht das eine oder andere Mal daran versucht hätten« (D. Sayers in R. Winks: Detective Fiction, 1980, S.83).

Einleitung

Texttyp

1990 jährte sich Agatha Christies Geburtstag zum hundertsten Mal, und dieses Ereignis gab Anlaß für zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Unter anderem boten Reisebüros Fahrten zu den Schauplätzen der Christie-Krimis an, wobei die teuerste natürlich eine Reise mit dem Orientexpreß war. Wer Miss Marples Heimatort St. Mary Mead besuchen wollte, konnte ihn wohl am ehesten in den Dörfern der Grafschaften um London entdecken, die an Orte erinnern, wie Agatha Christie sie in ihrer Kindheit kannte.

Miss Marple auf der Spur

Reflecting on Miss Marple

»Miss Marple blieb Agatha Christies Lieblingsdetektivgestalt, während Poirot ihr irgendwann langweilig wurde und sie mehrmals versuchte, ihn umzubringen. Als alte Jungfer, eine verachtete und beiseitegeschobene Gestalt der patriarchalen Gesellschaft, ist Miss Marple eine bescheidene Amateurdetektivin, mit der wir uns leicht identifizieren oder der wir uns sogar überlegen fühlen können: Bestimmt könnten auch wir ohne weiteres das tun, was sie tut, könnten wir selbst die Detektivin sein und Ordnung in eine Welt bringen, die sich zeitweise im Chaos aufzulösen droht ...

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Vanacker Sabine

Sabine
Vanacker
...Sie studierte englische und holländische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Leuven und machte ihren Magister an der University of Hull in England zum Thema Kriminalliteratur von Frauen. Sie promoviert zu moderner feministischer Literatur und hat seit Herbst 1991 an der University of Hull einen Lehrauftrag inne, wo sie hauptsächlich holländische Sprach- und Literaturwissenschaft, aber auch Übersetzung und angewandte Sprachwissenschaft lehrt. Ihr Hauptinteresse gilt der feministischen Literaturkritik und diversen Bereichen der Frauenforschung. Durch ihre Lehraufträge verschob sich ihr akademischer Schwerpunkt von englischer zu holländischer Literatur, insbesondere aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei sie nach wie vor der Kriminalliteratur besondere Aufmerksamkeit widmet
Ostende
1962

Orte

Shaw Marion

Marion
Shaw
Die Autorin ist Dozentin für englische Literatur und lehrte über 25 Jahre am English Department der University of Hull. Seit Herbst 1993 hat sie eine Professur an der Loughborough University. Ihre Veröffentlichungen befassen sich schwerpunktmäßig mit der englischen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, insbesondere mit den Gedichten von Tennyson. Als Lehrende engagierte sie sich von Anfang an stark in allen Bereichen der Frauenforschung und feministischen Literatur- und Wissenschaftskritik. Durch eines dieser Projekte kam auch die Zusammenarbeit mit Sabine Vanacker zustande, welche an einem von Shaw geleiteten Forschungsprogramm teilnahm. Marion Shaw war viele Jahre lang aktive Gewerkschafterin und Fachbereichsleiterin, außerdem Mitbegründerin des Journal of Gender Studies und in vielen Bereichen der englischen Frauenbewegung engagiert. (aus dem Buch) ...ist emeritierter Professor für Englisch an der Universität Loughborough. Sie unterrichtete auch viele Jahre als Dozent und Senior Lecturer an der University of Hull. (Google 2015 Dank auch für das Bild)
1936
Frau

Orte

Holzkamp Klaus

Klaus
Holzkamp
...war ein deutscher Psychologe am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin. Sein Lebenswerk war die Begründung der Kritischen Psychologie, die er in Zusammenarbeit mit anderen Lehrenden und Studierenden ab dem Ende der 1960er Jahre in West-Berlin entwickelte.
Berlin
1927
Berlin
1995

Orte

Die europäische Linke und die Notwendigkeit eines neuen Internationalismus

Im Mittelpunkt meiner Ausführungen stehen politische Probleme einer Antwort der Linken auf die gegenwärtige Krise und den Angriff der neokonservativen Kräfte, die in den letzten Jahren in verschiedenen Teilen der Welt der demokratischen und der Arbeiterbewegung schwer zugesetzt haben. Ich beziehe mich hierbei auf die Frage eines neuen Internationalismus.

Autor(en)

Ingrao Pietro

Pietro
Ingrao
Dr.jur., Mitglied der Parteileitung der KPI und des ital. Parlaments, ehem. Parlamentspräs.; Teilnahme am antifaschistischen Widerstand, Mitglied der KPI seit 1940; 1947-57 Hrsg. der Unitä. Veröffentlichungen u.a. Massenbewegung und politische Macht (1979); Die andere Gewerkschaft (1982); Crisi e terza via; Iradizione eprogetto. Leiter des Centro Studie Iniziative per la riforma dello Stato, Rom.
Leonola
1915

Orte

Die Krise und der Gang der Geschichte

Wir verstehen weder die Struktur des Neokapitalismus noch die gegenwärtige Krise sehr gut. Mit Struktur meine ich die Gesamtheit der gesellschaftlichen Verhältnisse, die die ökonomischen und politischen Prozesse charakterisieren. Wir wissen, daß es bedeutende Unterschiede gibt zwischen der Struktur des klassischen Kapitalismus und der des Neokapitalismus. Diese Unterschiede verändern das Verhalten der sozialen Akteure grundlegend, ohne daß der wesentliche Inhalt des Systems verschwindet.

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