Selbstverwaltung als permanente Revolution

Dieses Jahrhundert ist die Epoche, in der sozialistisch ausgerichtete soziale Revolutionen entstehen, aber der Sozialismus hat die historischen Erwartungen und Hoffnungen noch nicht erfüllt und ist noch nicht zu einem wirtschaflich und kulturell vorherrschenden System geworden. Der Kapitalismus brachte die Kraft auf, durch innere Veränderungen (in erster Linie, indem er sich auf die Wissenschaft und den Staat stützte), noch immer die Weltszene zu beherrschen, insbesondere in wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht. Warum ist das so?

Autor(en)

Vranicki Predrag

Predrag
Vranicki
Dr.phil., Prof. emer. an der Univ. Zagreb. Mitglied der Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und der Kunst. Mitglied im Bund der Kommunisten Jugoslawiens (aus dem Buch) ... war ein jugoslawischer Universitätsprofessor, Philosoph und Autor. Der Autor entstammte dem Kreis der Praxis-Gruppe und ist somit als Vertreter eines gegenüber der sowjetischen Orthodoxie eigenständigen und spezifisch jugoslawischen Marxismus anzusehen. Vranicki absolvierte ein Studium der Philosophie in Zagreb und promovierte an der Universität Belgrad. Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er auf Seite der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee. Ab 1947 war er Assistent, ab 1952 Dozent, ab 1956 Professor der Philosophie an der Universität Zagreb, weiterhin Redaktionsmitglied der 1965 gegründeten regimekritischen Zeitschrift „Praxis“. Von 1966 bis 1968 war er Vorsitzender der Jugoslawischen Gesellschaft für Philosophie. 1973 wurde er Mitglied der Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Vranicki vertrat die These einer möglichen Vielfalt marxistischer Philosophien und kritisierte das stalinistische Konzept des Marxismus. Sein Werk Geschichte des Marxismus (Zagreb 1961) stellt ein bedeutendes Standardwerk zur Theoriegeschichte des Marxismus dar. (wikipedia 2015 danke auch für das Foto)  
Benkovac
1922
2002
Herr

Orte

Jenseits des Frühsozialismus

Die Oktoberrevolution war die erste offene Herausforderung an das kapitalistische System in der Phase seiner vollen Ausformung zum Weltsystem am Ende des 19. Jahrhunderts, sowohl Ursache als auch Folge des einsetzenden Erosionsprozesses im einheitlichen politisch-ökonomischen Weltsystem des Kapitalismus. Der historische Prozeß des Sozialismus im 20. Jahrhundert verdankt seine Entstehung vor allem den drei großen Revolutionen — der sozialistischen, der antikolonialistischen und der wissenschaftlich-technologischen.

Autor(en)

Grlickov Aleksandar

Aleksandar
Grlickov
Dr.sc.oec, Prof. f. Politische Wissenschaft an der Univ. Belgrad, Präsident der Bundeskonferenz des Sozialistischen Bundes der Werktätigen Jugoslawiens, Präsident des Beirats der Tribüne »Sozialismus in der Welt«, Mitglied des ZK des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens, andere hohe Ämter in Politik und Gesellschaft. Arbeitsgebiete: Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Theorie des Sozialismus. (aus dem Buch) (Internationales Biographisches Archiv 41/1985 vom 30. September 1985): In seinem Geburtsort absolvierte er das Gymnasium, anschließend studierte er an der Ökonomischen Fakultät in Belgrad. 1941 schloß er sich dem Bund der kommunistischen Jugend an, 1943 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei. War während des Krieges Mitglied der Partisanenarmee Titos, machte nach dem Kriege eine schnelle Parteikarriere. Er wurde Mitglied des Stadt-, Bezirks- und Kreiskomitees der KP in Stip, dann Vizepräsident der Plankommission der Volksrepublik Mazedonien. Er war außerdem in dieser Teilrepublik nacheinander Direktor des Instituts für Wirtschaftsplanung, Sekretär für die Finanzangelegenheiten und schließlich Vizepräsident des Exekutivrates. 1960 wurde er Präsident des Exekutivrates Mazedoniens. G. wurde außerdem als Abgeordneter in die Bundesvolksversammlung gewählt. Seit 1964 ist er Mitglied des ZK des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ). 1965 wurde er Mitglied des Präsidiums und des Exekutivausschusses des BdKJ und übte bis 1982 die Funktion eines Sekretärs für internationale Beziehungen aus. Er war hierbei vor allem für die Beziehungen zu anderen kommunistischen Parteien zuständig...
Stip Mazedonien
1923
Herr

Orte

Gibt es ökonomische Gesetze des Sozialismus?

Die Bolschewiki glaubten, daß sie durch den Sturz des Kapitalismus in Übereinstimmung mit einem wissenschaftlichen Gesetz der Geschichte handelten. Aber sie waren sich gleichermaßen bewußt, daß es, abgesehen von generellen Prinzipien, keine Wissenschaft, nach der der Sozialismus aufgebaut werden sollte, noch vorgefaßte Gesetze der sozialistischen Wirtschaftsentwicklung gab. Nach Lenin war klar,

Autor(en)

Magdoff Harry

Harry
Magdoff
Ökonom, Mithrsg. von Monthly Review; Forschungs- und Beratungsarbeit in der Wirtschaftspolitik, u.a. im War Production Board während d. Zweiten Weltkriegs, und für das Handelsministerium der USA. (aus dem Buch)...war ein US-amerikanischer, marxistisch orientierter Ökonom, Autor und Publizist. Magdoff, Sohn russischer Einwanderer, war nach eigenen Angaben Marxist seit dem 15. Lebensjahr. An dem City College of New York studierte er Physik und Mathematik. Während seines Studiums wurde er Mitglied des radikalen The Social Problem Club. Für diesen arbeitete er an der Zeitung Frontiers mit. Später wurde Magdoff Mitglied der National Students League sowie der Youth League Against War and Fascism. Nachdem Magdoff auf Grund seiner politischen Tätigkeiten das City College verlassen musste, wurde er Student an der New York University’s School of Commerce. Dort machte er 1936 seinen Abschluss in Ökonomie. Daran anschließend arbeitete er für die National Commission on Technological Unemployment and Reemployment of the Works Progress Administration. Er wurde einer der einflussreichsten sozialistischen Ökonomen. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er für das War Production Board. Während der McCarthy-Ära wurde er auf die schwarze Liste gesetzt und musste an der Wall Street als Analyst und Aktienhändler arbeiten. In den späten 1950er Jahren wurde er Mitarbeiter des Buchverlages Russell and Russell. Dort blieb er bis 1965, als diese Firma verkauft wurde. Im gleichen Jahr verfasste er seinen ersten Artikel für die Monthly Review. Ab 1969 war er mit Paul M. Sweezy Mitherausgeber der sozialistischen Zeitschrift und blieb dies bis zu seinem Tod im Jahr 2006. Zuvor arbeitete er noch einige Jahre an der New School for Social Research als sogenannter adjunct professor. Sein 1969 erschienenes Buch "The Age of Imperialism: The Economics of U.S. Foreign Policy" (in Deutsch: Das Zeitalter des Imperialismus: Die ökonomischen Hintergründe der US-Außenpolitik) wurde in 15 Sprachen übersetzt. (aus wikipedia 2015 - danke auch für das Bild)
New York City - Bronx
1913
Burlington, Vermon
2006
Herr

Orte

USA

Kapitalismus — was dann?

Die traditionelle marxistische Antwort lautet natürlich »Sozialismus«. Und das Wesen des Sozialismus, das sich wie ein roter Faden durch alle Schriften von Marx und Engels zieht, ist die Ersetzung der Bourgeoisie als herrschende Klasse durch das Proletariat, der Ausbeuter durch die Ausgebeuteten. Wie Marx und Engels im Manifest schrieben, ist »der erste Schritt in der Arbeiterrevolution die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die Erkämpfung der Demokratie (...).

Autor(en)

Sweezy Paul

Paul
Sweezy
Ph.D., Mithrsg. von Monthly Review; in den 30er Jahren Beratungstätigkeit für New Deal-Behörden; Lehrtätigkeit an mehreren Universitäten in den USA, Großbritannien und Japan. (aus dem Buch) Immer wieder hielt Sweezy an verschiedenen Universitäten Vorlesungen ab. So auch 1971 eine an der University of Cambridge mit dem Titel On the Theory of Monopoly Capitalism. In den Jahren 1974 bis 1976 war er in der Verwaltung der American Economic Association tätig. Als sogenannter Visiting Professor lehrte Sweezy später an Universitäten wie der Cornell University, Stanford University und an der University of Manchester. (wikipedia 2015  
New York City
1910
2004
Herr

Auf dem Weg zu vielen Sozialismen

Zum Ausgangspunkt nehme ich, was gemeinhin »weltgeschichtliche Entwicklung des Sozialismus« genannt wird. Das 20. Jahrhundert hat uns einerseits unmißverständlich gezeigt, daß wir in weltgeschichtlichen Dimensionen denken müssen. Nicht nur die zwei Weltkriege, auch die eindrucksvolle Entwicklung einer interagierenden Weltwirtschaft und die beispiellose Entwicklung weltweiter Kommunikationssysteme machen diese Perspektive notwendig.

Autor(en)

Williams Raymond

Raymond
Williams
Prof.emer. Univ. of Cambridge, Schriftsteller. (aus dem Buch) ... Raymond Williams war ein britischer marxistischer Kulturtheoretiker und gilt als Begründer der Cultural Studies. Nach einem Studium am Trinity College in Cambridge unterrichtete er mehrere Jahre in der Erwachsenenbildung, bevor er als Professor für dramatische Kunst an die Universität von Cambridge (1974–1983) berufen wurde. Als bekennender Sozialist interessierten ihn vor allem die Beziehungen zwischen Sprache, Literatur und Gesellschaft. Er publizierte zahlreiche Bücher, Essays und Artikel zu diesen und anderen Themen. Er engagierte sich lebenslang in politischen Basisbewegungen — in den 1950er und 1960er Jahren innerhalb der Neuen Linken, in den 1970er Jahren in walisischen und ökosozialistischen Zusammenhängen, in den 1980er Jahren zum Beispiel zugunsten der großen Bergarbeiterstreiks. 1967 veröffentlichte er zusammen mit Edward P. Thompson und Stuart Hall das »May Day Manifesto«, eine Streitschrift zum 1. Mai, in der die Autoren mit der sozialdemokratischen Labour-Regierung abrechneten und deren technokratisches Gesellschaftsdenken aufzeigten. (aus wikipedia mit Dank auch für das Foto)
Llanvihangel Crucorney
1921
Saffron Walden
1988
Herr

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