Die Gewalt der sich weiter vertiefenden kapitalistischen Weltwirtschaftskrise entzieht sich großenteils der Kontrolle der Politiker und der sozialen Bewegungen, egal in welchem Teil der Welt. Ja, die ökonomischen Ereignisse haben eine ganze Reihe von ironischen Rückschlägen der Politik hervorgerufen, besonders für Sozialisten, deren politische und ideologische Projekte immer weniger dazu taugen, den Strom der Geschichte zu lenken. Bestenfalls treiben sie den Strom hinab, schlimmstenfalls werden sie vom Lauf der Geschichte überholt.
Der marxistische Sozialismus ist nicht identisch mit den Werken eines brillanten deutschen Juden des 19. Jahrhunderts im Exil. Der marxistische Sozialismus ist vor allem eine organisierte politische Massenkraft. Das Zusammentreffen der Marxschen Theorie und der Arbeiterbewegung sowie anderer fortschrittlicher Bewegungen führte zu einer epochalen Verbindung, vergleichbar nur mit den großen Weltreligionen.
Dieses Buch wird im Rahmen eines internationalen Projekts publiziert und stellt die Frucht der Tätigkeit eines vollen Jahrzehnts dar.
Es wird wieder über Sozialismus diskutiert. Krise ohne Ende, das Scheitern reformistischer und der Schrecken neokonservativer Politik, Konkurrenzkampf und Individualismus verleihen der Suche nach gemeinschaftlichen und solidarischen Lösungen erneut Aktualität.
Direktor des Sozialwissenschaftlichen Studienzentrums beim Präsidium des ZK des BdKJ, Prof. a.d. Phil. Fak. in Novi Sad, Sekretär der Tribüne »Sozialismus in der Welt«, Herausgeber von »Marksizam u. svetu« (Marxismus in der Welt). Veröffentlichungen u.a.: Einführung in den Marxismus, 2 Bde (1979); Marxismus und Selbstverwaltung (1984); beide serbokroatisch; zahlreiche Veröff. zur Geschichte der Selbstverwaltung und des Marxismus.